Leitgedanke
Pädagogik nach Maria Montessori
Wir wollen uns in unserer pädagogischen Arbeit in erster Linie an den Grundideen von Maria Montessori orientieren, deren Verständnis es ist, Kinder zu freien und selbstbestimmten Individuen zu erziehen. Dazu muss es Kindern möglich sein ihren Bildungsweg selbst- bzw. mitzugestalten, gemäß ihren individuellen Ressourcen und Bedürfnissen. Um den daraus entstehenden heterogenen Entwicklungsverläufen gerecht zu werden, ist es Aufgabe der PädagogInnen die Lernumgebung dementsprechend vorzubereiten. Dabei richten sich die PädagogInnen nach den sogenannten sensiblen Phasen. Man könnte sie auch als Zeitfenster bezeichnen, in denen die Kinder ihre Aufmerksamkeit auf bestimmte Reize in ihrer Umgebung lenken.
Naturpädagogik und Umweltbewusstsein
Das Spielen in der Natur ist relevant für die Befriedigung der emotionalen, aber auch kognitiven Bedürfnisse von Kindern. Wird dem Kind die Freiheit verwehrt, ohne Kontrolle von Erwachsenen in einer ursprünglichen Welt Erfahrungen zu machen, können Kinder zentrale Fertigkeiten nur sehr schwer entfalten.
Wenn ein Kind geboren wird, ist es im Laufe der Zeit neugierig auf seine natürliche Umgebung. Ein Kind liebt Wasser, wahrscheinlich auch als Erinnerung an das Element, in dem es herangewachsen ist. Kinder lieben Matsch, Steine, Stöcker, Blume, Gras, Sträucher, Bäume usw.
Tiergestützte Pädagogik
In der tiergestützten Pädagogik findet ein Kontakt zwischen Menschen und Tier statt, der eine Wirkung auf Tiefenebene des menschlichen Wesens hervorruft, die wir entwicklungsgeschichtlich noch mit den Tieren gemeinsam haben. Diese Ebene wird in der Fachliteratur Biophilie genannt. Der Soziologe Edward O. Wilson beschreibt in seiner Biophilie Hypothese von 1984, dass sich der Mensch auf Grund der angeborenen Biophilie zu anderen Lebewesen hingezogen fühle. Den Kontakt zur Natur brauche er in ausreichendem Maße, um gesund zu belieben, den Sinn des Lebens zu finden und sich zu verwirklichen. Der Mensch sollte sich somit als Teil der Natur verstehen. Sie hat uns hervorgebracht und in ihr werden wir wieder eingehen. Daher kann der Mensch sich nicht ohne Folge von der Natur emanzipieren, denn ohne einen Bezug zur Natur ist er unvollkommen und somit nicht wirklich lebensfähig.
Offener Ansatz
In offenen Kindertageseinrichtungen sind Kinder selbstbestimmte Gestalter ihrer eigenen Stärken und Interessen. Pädagogische Fachkräfte stehen den Kindern hierbei unterstützend zur Seite. Die offene Arbeit in Kindergarten und Kita beschreibt ein Konzept, bei dem Inklusion, Integration und Partizipation im Mittelpunkt stehen.
In der Kindergartengruppe (ab 3 Jahren) entwickeln wir uns allmählich zu einem offenen Konzept. Dies bietet den Kindern eine große Möglichkeit an Selbstbestimmung und Mitspracherecht. Die Kinder können selbst entscheiden in welchem Raum sie spielen möchten und mit wem. Auch bei den täglichen Aktivitäten dürfen sich die Kinder aussuchen, woran sie teilnehmen möchten.
Selbstverständlich wird darauf geachtet, dass für jedes Kind die alle Bildungsbereiche mit den jeweiligen Angeboten abdeckt, werden. Um den Kindern eine Struktur bei der offenen Arbeit zu bieten, soll eine Magnettafel als Leitfaden dienen. Auf der Magnettafel werden alle Räumlichkeiten (Funktionsräume – s. Raumkonzept) unserer Etage erkenntlich abgebildet sein. Jedes Kind bekommt einen Magneten mit seinem Foto und darf dieses immer dort platzieren, wo es gerade spielt. Somit erkennen die Kinder selbständig, ob noch ein Platz in dem Spielbereich frei ist und wo sich eventuelle Freunde und Spielgefährten aufhalten.


